Das Süderhöfter Weiderind

Von Ochsen und Färsen

Unsere Tiere...

 

... stehen über 200 Tage auf der Weide und leben dort so, wie Rinder leben würden, wenn sie es selbst bestimmen könnten.

Und im Winter fressen sie Heu und Silage von unseren eigenen Weiden.

 

Und weil das so ist, sind sie was ganz Besonderes.

 

Wir haben reinrassige Tiere wie Limousin, Charolais, Angus und Belgier und Kreuzungen aus den Genannten, weil das die Natur am liebsten macht und mag. Um sich zu stärken und gesund zu erhalten. 

Kreuz und quer, frei und zufrieden.
 

Die Mädchen kommen meist als Kälber oder Teenies zu uns und verlassen uns meist als junge Frauen oder Färsen mit etwa zwei bis zweieinhalb Jahren. 

Unsere Jungs werden kastriert. So werden aus Bullen Ochsen. Und wie immer bei Jungs: sie brauchen etwas länger. Auch beim Wachsen. Deswegen sind unsere Ochsen länger bei uns.

 

Wenn sie uns verlassen geht alles sehr schnell. 

Nur 5 Kilometer geht die Fahrt.

Keine Zeit für Unwohlsein.

 
 

Der Süderhöfter Weideochse

Von Ochsen und Färsen

Lange Zeit war der Ochse in der Landwirtschaft nicht wegzudenken.

 

Er zog die Karren und den Pflug.

 

Eine perfekte Kombination aus der Urkraft des Bullen und der Sanft- und Duldsamkeit des Kastraten.

Und außerdem eine wahre Köstlichkeit.

 

Nur halt in der modernen Viehzucht heute die absolute Ausnahme.

 

Denn: der Ochse ist langsam.

Er ist behäbig und gutmütig und lebt nach dem Motto: in der Ruhe liegt die Kraft.

 

Auch im Wachstum. Denn der Ochse produziert viel weniger Testosteron, welches zum Muskelaufbau unerlässlich ist, als sein unkastrierter Artgenosse.

 

Da aber schneller, höher, weiter längst auch in der industriellen Landwirtschaft angekommen ist, verschwand der Ochse in den letzten 20 Jahren aus den Ställen und von den Weiden.

 

Zu teuer die Aufzucht, zu wenig Wertschätzung trotz deutlich besserer Fleischqualität beim Verbraucher.

 

Und so habt Ihr bei unseren Jungs die absolute Gewissheit, dass sie doppelt so lange ein doppelt so schönes Leben hatten, denn nicht nur gemütliches Grasen unter Ihresgleichen war ihre Welt. Wir ersparten Ihnen auch das stressige kurze Leben der Jungbullen, die sich mehr für die Mädchen von den anderen Weiden interessieren als für behutsames Wachsen.

 

Der "Alte Holsteiner"

Fast vergessen, neu entdeckt

Als wir uns entschieden, wieder mit der Ochsenzucht zu beginnen, war die erste kleine Herde, die wir bei uns begrüßten, Alte Holsteiner.

 

Die Holsteiner Kuh ist weltberühmt. Für Milch.

 

Als die Auswanderer in die neue Welt im 16. und 17. Jahrhundert Europa, nahmen Viele ihr weniges Hab und Gut mit. Darunter oft auch friesische und holsteinische Rinder.

 

In der neuen Welt wurde dann aus der kleineren, eher gedrungenen Rasse eine hochleistungsfähige Milchkuh gezüchtet, deren Fleischertrag unwichtig wurde im Gegensatz zum Milchertrag.

 

Heute erkennt man die „neuen Holsteiner“ (Holstein-Frisian) an ihrem mächtigen, 

eher mageren Rahmen und meist riesigen Eutern.

 

Ganz selten noch findet man die urspüngliche Rasse, die „Alten Holsteiner“.

 

Sie geben als Kühe weit weniger Milch, dafür ist der Fleischertrag höher und eigen in seiner Art.

 

Wir haben uns hier auf eine spannende Reise begeben, die gerade erst beginnt.

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